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Schloss Hohenschwangau

Das Schloss Hohenschwangau steht dem weltberühmten Schloss Neuschwanstein bei Füssen im Allgäu direkt gegenüber und ist ebenfalls eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit. Das hübsche Wohnschloss diente der bayerischen Familie von Maximilian II. als Sommerresidenz, wodurch auch sein Sohn Ludwig II. hier viel Zeit verbrachte. Die bis heute unveränderte Inneneinrichtung gewährt einmalige Einblicke in das Leben und Wohnen der Königsfamilie.

Die Königsschlösser
Hohenschwangau

Wissenswertes/Geschichte

Das Schloss Hohenschwangau tauchte erstmals Ende des 11. Jahrhunderts als Burg Schwanstein in den Geschichtsbüchern auf. Damals diente es den Rittern von Schwangau als Domizil. Nach einer ereignisreichen Geschichte, in deren Folge die Burg mehrmals beschädigt wurde, kaufte Kronprinz Maximilian, der spätere bayerische König Maximilian II., das Bauwerk im Jahre 1832 auf. Die herrliche Lage in der Allgäuer Bergwelt zwischen Alpsee und Schwansee hatte dazu geführt, dass sich der Prinz in die alte Burg verliebte. Er benannte sie in Schloss Hohenschwangau um und ließ das Bauwerk in den Folgejahren im neugotischen Stil zu einem romantischen Wohnschloss umbauen. Nach seiner Inthronisierung 1848 verbrachten er, seine Gattin Marie von Bayern und die gemeinsamen Söhne Ludwig II. und Otto viel Zeit auf Hohenschwangau. Vor allem im Sommer wohnte die Familie regelmäßig in dem Schloss. Heute ist das Anwesen im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und wird als Museum genutzt. Wie auch Schloss Neuschwanstein ist es zusammen mit dem wunderschönen Schlossgarten eine beliebte Sehenswürdigkeit, die sich viele Menschen im Allgäu-Urlaub anschauen. 

Aussehen und Ausstattung

Mit seiner gelben Fassadenfarbe und den drei Rundtürmen macht das Schloss Hohenschwangau schon von außen einen schönen und gemütlichen Eindruck. Die Inneneinrichtung aus der Biedermeierzeit ist bis heute unverändert erhalten geblieben und alle Räume begeistern mit einer prunkvollen Ausstattung und künstlerisch wertvollen Gestaltung. Die bemerkenswertesten Räume sind der große Festsaal, das Hohenstaufenzimmer, welches Maximilian II. und Ludwig II. als Ankleideraum diente, und das Orientzimmer, das im orientalischen Stil gestaltet wurde und das Schlafgemach von Königin Marie war. Wie auch im Schloss Neuschwanstein schmücken zahlreiche hochklassige Gemälde die Räumlichkeiten, die oft Szenen der Sagen- und Märchenwelt zeigen. Auch die Geschichte des Schlosses bis zur Errichtung als Burg Schwanstein wird auf den Bildern dargestellt. Rund um das Schloss erstreckt sich der von Wegen durchzogene Schwanseepark, der einst im Stile eines typischen englischen Landschaftsparks angelegt wurde. Bei gemütlichen Spaziergängen hier wandelt man auf den Spuren der Königsfamilie und darf sich auf herrliche Naturimpressionen freuen. 

Schloss Hohenschwangau besichtigen

Das Schloss Hohenschwangau kann täglich, außer an einigen besonderen Feiertagen, im Rahmen einer etwa halbstündigen Führung besichtigt werden. Ein Angestellter der Schlösserverwaltung führt die Teilnehmer dabei durch die wichtigsten Räume und erzählt Wissenswertes über das Schloss und seine einstigen Bewohner. Tickets für die Besichtigung gibt es online oder vor Ort beim Ticketcenter Hohenschwangau, von dem ein kurzer Spaziergang zum Schloss führt. Beim Ticketcenter ist auch ein Kombi-Ticket für die Besichtigung beider Königsschlösser erhältlich. Da sie direkt nebeneinander liegen, bietet sich die Doppelbesichtigung an. Wer danach noch mehr Hintergründe über die romantischen Prachtbauten und die Königsfamilie wissen möchte, sollte im Museum der bayerischen Könige am Alpsee vorbeischauen. Es gehört zu den modernsten Museen Deutschlands und bildet die perfekte Ergänzung zur Besichtigung der Königsschlösser.